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Eis & Palmen

Max Kroneck und Jochen Mesle starteten ihr Freeski-Abenteuer nicht am anderen Ende der Welt, sondern direkt vor ihrer Haustüre in Süddeutschland. In fünf Wochen radelten die zwei Freunde mit ihrem Gepäck und samt Ski über die Westalpen bis hin zum Mittelmeer. Dabei legten sie nicht nur aus eigener Kraft 1.850km zurück, sondern auch mal locker 35.000 Höhenmeter.

Ihr Tour führte sie durch Deutschland, Österreich, der Schweiz, Italien und Frankreich und mit der Banff World Tour geht sie auch noch ein bisschen weiter. In Zusammenarbeit mit El Flamingo wurde ihr Abenteuer in einem 32 minütigen Dokumentarfilm „Eis & Palmen“ festgehalten.

Wieso sollte man sich auch für eine Sache entscheiden, wenn man Eis und Palmen haben kann?

Ice & Palms (Full Movie) from El Flamingo Films on Vimeo.

5 Fragen an Jochen Mesle:

Wie oft denkt man sich bei so einem Trip „Warum mach ich das hier eigentlich? Ich könnte jetzt auch auf einem weichen Sofa sitzen und einen heißen Kakao trinken“?

Jochen: „Das kommt echt überraschend selten vor. Spontan kann ich mich da an einen Moment erinnern, als wir spät nachts erst an unserem Ziel angekommen sind und nachdem die einzige Motivation für die letzte Stunde strampeln das anstehende warme Abendessen war – dann aber alle Restaurants schon zu hatten und wir ohne Essen auf der Straße standen. Aber auch da hat 10 Minuten später uns ein Wirt nochmal die Küche aufgemacht.“

Ein Teil eurer Tour führte über den Furkapass. Im Film ist zu sehen wie ihr mit dem Rad und Gepäck auf dem Rücken auf Skiern unterwegs seid. War das der anstrengendste Teil eurer Reise?

Jochen: „Ja, definitiv. Auf alles andere hatten wir uns auch eingestellt – aber mit dem Rad auf dem Rücken zuerst hoch und dann im Stumpf-Schnee den Furkapass runter, um anschließend noch 5 Stunden durch den Regen zu fahren war eine harte Nummer.“

Welche Gedanken begleiten einem, wenn man so lange unterwegs ist? Oder schaltet man den Kopf durch die tägliche Anstrengung einfach aus?

Jochen: „Anfangs ist es noch eine kleine Gedanken-Achterbahn, da man das hektische, ablenkende Leben hinter sich lässt und erstmal im Sattel zu Ruhe kommt – aber schon bald hören die Gedanken auch so schnell zu kreisen und man kommt immer mehr im Moment an.“

Was darf bei so einer Tour nicht fehlen?

Jochen: „Glaub das wichtigste „Luxus-Tool“ auf so einer Tour bleiben neben der Zahnbürste einfach die Kopfhörer – ob der Reisepartner mal wieder schnarcht oder der Anstieg unbezwingbar lang wirkt, gute Musik hilft und man kann die ruhigen Momente danach wieder umso mehr genießen.“

Gibt es bereits Pläne für ein nächstes Abenteuer?

Jochen: „Es gibt mehrere größere Ideen, die aber alle noch in ihren Kinderschuhen stecken. Das Schöne ist, dass es nicht immer die großen Abenteuer braucht – sondern die kleinen, spontanen Abenteuer mehr als vergleichbare Erinnerungen bringen.“

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